Liebe Sekretärin, liebe Kirchenpflegerin, lieber Sekretär, lieber Kirchenpfleger...

Das Zielbild 2030 bedeutet Veränderung und betrifft Sie möglicherweise persönlich. Es ist uns wichtig, die Veränderungen mit Ihnen gemeinsam zu gestalten!

Für Kirchenpflegerinnen und Kirchenpfleger

Direktor Stefan Werner

(Sekretärinnen und Sekretäre können hier direkt nach unten scrollen)

Am 21. Oktober hat Direktor Stefan Werner bei der Mitgliederversammlung der Kirchenpflegervereinigung die Beschlüsse der Landessynode vorgestellt (siehe PDF oder Blogbeitrag).

Nach der Vorstellung des Zielbildes 2030 hat Direktor Stefan Werner folgenden Ausblick formuliert:

Abschließend der Versuch eines Ausblicks – Was bedeuten die Änderungen für Sie? In den Jahren 2021 und 2022 wird das Zielbild pilotiert, das die Synode am Freitag beschlossen hat. Wir wollen erproben, ob das Zielbild praxistauglich ist. Wenn diese Pilotphase zeigt, dass wir in die richtige Richtung unterwegs sind, geht es an die Umsetzung in der Fläche. Es ist vorgesehen, dass die Kirchengemeinden dann anschließend bis 2030 in die neue Struktur wechseln – immer dann, wenn es in die Abläufe der Kirchengemeinde passt. Die Kirchengemeinden und Kirchenbezirke werden bei diesem Prozess durch die Landeskirche unterstützt.

Das heißt, es muss sich für Sie in den nächsten Jahren nichts ändern. Aber es kann. Dabei kann die Überlegung, etwas zu ändern natürlich sowohl von Ihnen selbst als auch von Ihrer Kirchengemeinde ausgehen. Bitte sprechen Sie mit Ihren Vorgesetzen und fragen Sie, welche Überlegungen sie für Ihre Kirchengemeinde haben. Zur Erinnerung: Die Landeskirche plant bis Ende 2021 ausschließlich eine Pilotierung mit Kirchengemeinden in ausgewählten Regionen, die sich dazu bereit erklärt haben. An diese Pilotierung wird sich ggf. eine Übergangsphase bis 2030 anschließen. Das heißt, Sie können diese Gespräche und Überlegungen in aller Ruhe durchführen. Ein guter Platz für die grundsätzlichen Fragen, wohin Sie sich berufsbiographisch entwickeln möchten und können, sind die Personalentwicklungsgespräche, die ja genau dafür da sind. Nutzen Sie diese Gelegenheit.  

  • add Für die nebenberuflichen Kirchenpflegen möchte ich gerne noch folgende Anregungen geben:

    Falls Sie nach dem Ende Ihrer Wahlperiode nur wenige Jahre bis zum Ruhestand haben, kommt möglicherweise eine Wahl bis zum Eintritt in den Ruhestand in Frage (§ 37 Abs. 1 KGO). Das muss vom zuständigen Dekanatamt geprüft werden und ist immer eine Einzelfallentscheidung. Aber diese Möglichkeit ist genau dafür gedacht, dass sich Kirchenpflegerinnen und Kirchenpfleger keine Gedanken darüber machen müssen, ob sie nicht drei Jahre vor dem Ruhestand plötzlich ohne Beschäftigung dastehen.

    Ebenfalls möglich ist es, dass Sie von dem Wahlamt in ein reguläres Anstellungsverhältnis wechseln. Die beschlossene Gesetzesänderung von letztem Freitag macht das ab dem 01.01.2020 möglich. Dann wären Sie unbefristet angestellt, verzichten damit aber auf Ihre Stimme im Kirchengemeinderat und auf die Berufsbezeichnung Kirchenpflegerin oder Kirchenpfleger, sie würden damit zur „Assistenz der Gemeindeleitung“ werden. Wie dieser Wechsel von Kirchenpflegen in Angestelltenverhältnisse ausgestaltet werden kann, wollen wir unter anderem in den Pilotregionen erproben. Hier geht es auch um die Fragen, welche Aufgaben in der regionalen Verwaltung und von der lokalen Assistenz der Gemeindeleitung (das gerne ein Team sein kann), gemacht werden. Aber Sie können diese Entwicklung auch selbst anregen, wenn Sie zu der Überzeugung gelangen, dass für Sie die Vorteile überwiegen, auf das Wahlamt zu verzichten.

  • add Großen hauptberufliche Kirchenpflegen empfehlen wir:

    ... nehmen Sie Kontakt auf zu den anderen großen Verwaltungen, einschließlich der Kirchlichen Verwaltungsstellen in der Region. Überlegen Sie, wie es aussehen könnte, langfristig eine gemeinsame Verwaltung zu bilden. Veränderungsprozesse sind für alle Beteiligten, also ausdrücklich auch für uns im Oberkirchenrat, deutlich angenehmer, wenn sie von den handelnden Akteuren selbst gestaltet werden!

  • add Und wenn Ihre Kirchenpflege weder nebenberuflich noch eindeutig groß ist, was dann?

    In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass Sie sich aktiv Gedanken machen, wie die Verwaltung in Ihrer Region aussehen kann. Denn in diesem Fall liegen zeichnen sich keine eindeutigen Lösungen ab, sondern eine Vielfalt an Optionen:

    Sie können sich zum Beispiel mit anderen mittelgroßen Kirchenpflegen zusammentun, um gemeinsam eine schlagkräftige Einheit einer regionalen Verwaltung zu bilden.

    Sie können auch Ihre Kirchenpflege in ein Verwaltungszentrum übertragen. Bereits jetzt haben wir Kirchengemeinden mit über 6.000 Gemeindegliedern, die ihre Verwaltung zu weiten Teilen an ein Dienstleistungszentrum übertragen haben und damit sehr zufrieden sind. Das hieße für Sie persönlich vermutlich, dass Sie dann auch in dieses Dienstleistungszentrum wechseln würden. Ihr Dienstsitz wäre dann nicht mehr direkt in Ihrem Ort. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass wir auch im Bereich unserer kirchlichen Verwaltung neue Arbeitsmodelle entwickeln, mit der Möglichkeit, Arbeitszeit und Arbeitsorte flexibel zu gestalten.

Sie merken hoffentlich: Es ist uns wichtig, diese Strukturveränderung gemeinsam mit Ihnen zu gestalten. Wir setzen auf Sie. Sie kennen die Gegebenheiten in Ihrer Region am besten. Und Sie wissen auch besser als jeder andere andere, welche Ideen Sie für sich selbst haben.

Wenn Sie Gesprächsbedarf haben, dann können Sie sich sehr gerne an uns wenden. Herr Osiw wird Ihre Anliegen aufnehmen und zeitnah reagieren. Und selbstverständlich steht Ihnen ja mit der Kirchenpflegervereinigung ein starker Verband zur Seite, mit dem wir auch in den nächsten Jahren gerne weiter konstruktiv diskutieren und gemeinsam nach einer guten Lösungen suchen – für unsere Kirchengemeinden und für Sie. Sie sind uns wichtig!

Vielen Dank, für Ihre Aufmerksamkeit!

Für Sekretärinnen und Sekretäre

Das Berufsbild ändert sich beständig. Aktuell: Veränderung hin zur Assistenz der Gemeindeleitung.

Die Jahrestagung für Pfarramtssekretärinnen und -sekretäre (15.-16-11.2019, Stuttgart-Birkach) steht dieses Jahr unter dem Schwerpunkt "Das Zielbild 2030 - Perspektiven für SekretärInnen".

Auszug aus dem Tagungsprogramm:

Samstag, den 16.11. November 2019

  • 9:15 Uhr: Was plant meine Landeskirche? Und wie geht es mir damit? (Diakon Benedikt Osiw, Projektleiter 2024Plus, Stuttgart)
  • 11:00 Uhr: Das Projekt "Assistenz im Pfarramt" der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Und was können wir für unseren Prozess davon lernen? (Diakon Günter Laible, Landeskirchenamt München, Referat Berufsgruppen im Verwaltungsdienst von Gemeinden)
  • 12:30 Uhr: Mittagessen
  • 13:30 Uhr: Die Veränderung gestalten. Empfehlungen der SekretärInnen an die Landeskirche. (Kleingruppen mit PS-Team)



Die Ergebnisse der Tagung fließen in den Veränderungsprozess ein. Eine umfassende Tagungsdokumentation ist geplant.

Bis zum 03.11. bin ich im Urlaub, danach stehe ich sehr gerne wieder als Ansprechpartner zur Verfügung!

Freundliche Grüße

Benedikt Osiw

benedikt.osiwdontospamme@gowaway.elk-wue.de, 0711 2149-598

Dieses Formular benötigt Javascript / This form needs Javascript