21.03.18

Wer hat Angst vor PwC?

Die Landessynode hat bei ihrer Herbsttagung 2017 festgelegt, dass ein Beratungsinstitut die landeskirchlichen Strukturen untersucht. Am 13. März wurde beschlossen, dass ein Team des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) diesen Auftrag übernimmt. Seitdem habe ich neugierige und skeptische Fragen gehört, die ich gerne beantworte.

Frage: Muss das sein?

Antwort: Offensichtlich schon. 2014 hat die Landessynode den Oberkirchenrat gebeten, Modelle zu entwickeln, wie das Gemeindepfarramt von Verwaltungsaufgaben entlastet werden kann (Antrag 33/14).  Vertreter des Oberkirchenrates und Mitglieder der Synode haben daraufhin unterschiedliche Zukunftsmodelle entwickelt. 2016 wurde aber festgestellt, dass keiner der vorliegenden Vorschläge eine breite Mehrheit finden würde. Um in dieser wichtigen Frage weiterzukommen, wurde das Projekt „Kirchliche Strukturen 2024Plus“ gestartet. Und dazu gehört explizit die Aufforderung, dass eine externe Beratung mit einem neutralen und fachkundigen Blick unsere derzeitigen Strukturen durchleuchtet und Vorschläge erarbeitet.

Wieso PwC?

PwC hat uns aus folgenden Gründen überzeugt:

  • Dieses Unternehmen schlägt vor, ca. fünf Verwaltungs-Cluster intensiv zu betrachten und daraus Schlüsse für die Gesamtheit der Landeskirche zu ziehen. Bereits im Oktober 2018 sollen konkrete Vorschläge vorliegen. Deshalb ist dieser pragmatische Ansatz einleuchtend. (Ein Verwaltungscluster ist zum Beispiel eine Verwaltungsstelle und zwei unterschiedliche Kirchengemeinden in ihrem Einzugsgebiet. Und für manche Prozesse werden auch die beteiligten Stellen im Evangelischen Oberkirchenrat einbezogen.
  • Das PwC-Team, das für unsere Landeskirche im Einsatz sein wird, hat Erfahrung mit kirchlichen Strukturprozessen. U.a. waren sie ganz in der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig.
  • PwC ist mit einem anderen Team bereits im Evangelischen Oberkirchenrat tätig und unterstützt das Projekt Zukunft Finanzwesen. Durch diese Überschneidung wird es leichter, die Strukturen und die dazugehörige Finanzsoftware gemeinsam zu denken.

Was macht PwC jetzt genau?

Die Beraterinnen und Berater des PwC-Teams werden die fünf Verwaltungscluster umfassend unter die Lupe nehmen. Dabei ist der Dialog mit den Akteuren vor Ort zentral. Die Beraterinnen und Berater (die hier kurz vorgestellt sind) werden Interviews durchführen und die Organisationsabläufe analysieren.  Selbstverständlich wird PwC auch die Entwürfe der letzten Jahre, Anträge und bereits erfolgte Erhebungen mitberücksichtigen. Und sie werden die Mitglieder der Steuerungsgruppe und weitere Experten einbeziehen.

 

 

Außerdem planen wir gerade gemeinsam die Möglichkeit, sich zu beteiligen: Mit den Podiumsdiskussionen Struktur on Tour (Start am 12.04. in Reutlingen, herzliche Einladung), mit Online-Diskussionen (Struktur online), mit der Umfrage Struktur-It-Yourself (ab April) und zwei KirchenLaboratorien (die noch festgelegt werden müssen).

Frage: Welche Verwaltungscluster werden angeschaut?

Antwort: Das weiß ich auch noch nicht. Morgen wird ein Vorschlag in der landeskirchlichen Steuerungsgruppe diskutiert. Und dann werden die ausgewählten Personen angefragt. Sobald alle Zusagen vorliegen, gibt es dazu einen Blog-Beitrag.

Frage: Was kostet das?

Antwort: Die Synode hat 500.000 € an Sachmitteln für das gesamte Projekt "Kirchliche Strukturen 2024Plus“ zur Verfügung gestellt. PwC wird davon über die Hälfte bekommen. Dafür steht das PwC-Team der Landeskirche mit rund 200 Beratertagen zur Verfügung.

 

Weitere Fragen beantworten wir gerne! Hier in den Kommentaren, in der Facebook-Gruppe "Kirchliche Strukturen 2024Plus oder persönlich.

Ihr

Benedikt Osiw

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Klaus Schaefer 10.04.2018 18:09

Werden auch die Strukturen des OKR selbst unter die Lupe genommen, oder werden wieder nur die Gemeinden vor Ort auf noch mehr
Effizienz getrimmt?

Brucker 09.04.2018 11:25

Ich empfinde das Hintergrundsmuster wie auch die Bewegung zwischen Text und Hintergrundsmuster beim Scrollen als sehr unangenehm und leseunfreundlich. Vielleicht ist da eine Änderung möglich. Mit freundlichen Grüßen - M. Brucker.

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