08.05.18

Wer ist König?

Am 03.05.18 fand die gut besuchte Podiumsdiskussion "Dienet ist ok, Dienstleister sein auch?" im Haus der Begegnung in Ulm statt. Eine halbe Stunde lang wurde auf dem Podium diskutiert. Und noch deutlich länger im Plenum und bei belegten Brötchen und Getränken im Anschluss. Auch nach dem zweiten Bier blieben noch eine Menge Fragen offen:
Ganz grundsätzlich: Bei uns kann der Kunde nicht König sein kann, weil der Platz des Königs besetzt ist (siehe Evangelisches Gesangbuch 123). Was ist der Kunde dann? Und konkret: Wo können unsere internen Prozesse serviceorientierter und einfacher werden? Und wie können wir unsere Erreichbarkeit verbessern, ohne dabei anonym zu werden? Haben Sie Ideen?
Herzliche Grüße
Ihr
Benedikt Osiw

Die Podiumsdiskussion in Ulm

Die Podiumsdiskussion im Haus der Begegnung, Ulm

von links nach rechts: Ernst-Wilhelm Gohl (Dekan und Landssynodaler, Ulm), Birgit Grünelt (Dekanatamt Biberach), Carsten Matthäus (Marketingexperte, SZ-Scala)

Dieses Formular benötigt Javascript / This form needs Javascript

Kommentar hinzufügen: * Pflichtfelder sind mit einem Stern markiert.

Alexa Bitzer 10.05.2018 09:06

Sehr geehrter Herr Osiw,
dass unser Herr der alleinige König ist unumstritten.
Daher ist meine Erachtens nach der Satz „der Kunde ist König“ für die Kirche auch nicht der richtige. Es ist aber auch nicht notwendig, aus der Kirche ein Wirtschaftsunternehmen im inneren Sinne zu machen.
D.h. aber nicht, dass es für die Kirche nicht möglich ist, strukturiert, Dienst orientiert und D.h. aber nicht, dass es für die Kirche nicht möglich ist, strukturiert, dienstorientiert zu arbeiten. Natürlich tut sie das auch schon und es ist, wie bei jedem Menschen und wie bei jeder Firma aber möglich, immer wieder Verbesserungen aufzunehmen und umzusetzen. Das ist nicht nur in diesen Zeiten möglich. Dies muss ein immerwährender Prozess bleiben. So wie jedes andere Unternehmen auch muss die Kirche immer wieder von neuem die sich leider immer schneller selbst veralteten den Strukturen überarbeiten und erneuern.
Im Sinne von Liebe deinen Nächsten wie dich selbst ist dieser Kunden-Gedanke am ehesten einzubringen. Die Frage ist doch, wie kann ich jedem Gemeindemitglied so nah sein, wie Jesus das vorgelebt hat?
Das ist auch für einen noch so vernetzten und in der Gemeinde aktiven fahre eine wirkliche Herausforderung, ebenso wie für jedes Kirchengemeinderatsmitglied.
Wirkliche Nähe geht selbstverständlich immer nur persönlich. Aber zum ersten und zweiten und dritten Kontakt gibt es Möglichkeiten der neuen Medien Technik, der wir uns als Küchenmenschen, nicht verwehren können oder sollten. Besonders in der Arbeit mit jungen Erwachsenen und Jugendlichen, aber auch in der Arbeit mit den 40 bis 50-Jährigen sind E-Mails. Broadcastlisten und Chats wichtige Elemente.
So kommunizieren wir eben heute. So bleiben wir in Kontakt.
Gerne mehr dazu per WhatsApp?