Informationen zum Projekt

  • add Das Zielbild 2030

    Einführung

    Im Rahmen des Prozesses „Kirchliche Strukturen 2024Plus" wurden vielfältige Maßnahmen angeregt, die dazu dienen, die Verwaltung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg besser an die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen anzupassen. Bei der Einführung neuer Strukturen besteht im Grundsatz Freiwilligkeit. Gesetzliche Vorgaben sind hilfreich. Allerdings sollen sie auf das Notwendige beschränkt werden. Eine Notwendigkeit besteht aber, wenn die Leistungsfähigkeit der Verwaltung vor Ort nachweislich nicht mehr gegeben ist. Der Umsetzungszeitraum ist dabei nicht starr. Er kann von Maßnahme zu Maßnahme variieren. Der Übergang soll gleitend sein und von der Basis gestaltet werden können. Die komplexen Veränderungen werden in einer Pilotphase erprobt. Jede Einzelmaßnahme soll dabei auf das Zielbild 2030 ausgerichtet werden, das hier formuliert ist:

    Ziel 1: Pro Region gibt es 2030 eine starke Verwaltung

    Die Verwaltung ist zur dauerhaften Sicherstellung der Grundsätze guten Verwaltungshandelns und wegen der notwendigen Zusammenführung von komplexen Verwaltungsvorgängen vorwiegend auf der mittleren Ebene angesiedelt. Dort werden landeskirchliche Aufgaben wahrgenommen und Geschäfte der Kirchengemeinden, der Kirchenbezirke und der sonstigen öffentlich-rechtlichen kirchlichen Körperschaften in deren Auftrag und nach deren sachlicher Weisung erledigt. Die Verwalttungsaufgaben, die lokal verortet bleiben müssen, bleiben vor Ort. Es existiert ein landeskirchenweiteinheitlicher Mindestaufgabenkatalog, der einen einheitlichen Service gewährleistet. 2030 bestehen in der Landeskirche 15 bis 18 Verwaltungsregionen; gegebenenfalls je nach Größe mit Filialen.

    Ziel 2: In Kirchengemeinden wird ein neues Berufsbild für die Leitung der Gemeindeverwaltung entwickelt

    Die Personen, die dieses durch die Änderung der Kirchengemeindeordnung vorgesehene neue Berufsbild ausüben (Assistenz der Gemeindeleitung), übernehmen in Verantwortung gegenüber den Vorsitzenden des Kirchengemeinderats die Erledigung der örtlichen Verwaltungsaufgaben. Sie sind Anlaufstelle für die Gemeindeglieder und bilden das Bindeglied zwischen der Gemeindeleitung und der regionalen Verwaltung. Bei Bedarf werden Übergangslösungen für die von Umstellungen betroffenen Personen und Kirchengemeinden angeboten.

    Ziel 3: Gemeindebüros vernetzen sich

    Um eine gute Erreichbarkeit und Vertretungsregelungen zu gewährleisten, können sich Gemeindebüros vernetzen, z. B. durch Zugriffsberechtigungen auf digitale Akten und Programme und durch Telefonweiterleitungen. Auch die Bildung zentraler Gemeindebüros (z. B. auf Distriktsebene) ist nach den örtlichen Gegebenheiten möglich, wenn dies nicht zu finanziellen oder personellen Mehrbelastungen führt.

    Ziel 4: Auf allen Ebenen der Landeskirche werden einheitliche digitale Standards eingeführt

    Es bestehen einheitliche digitale Standards, die von allen genutzt werden, als Grundvoraussetzung für schnelles und effizientes Verwaltungshandeln, insbesondere für die innerkirchliche Kommunikation.

    Ziel 5: Ehrenamtliches Engagement im Bereich er kirchlichen Verwaltung wird gefördert

    Auch im Bereich der Verwaltung ist ehrenamtliches Engagement ausdrücklich gewünscht. Es werden Strukturen entwickelt, die ehrenamtliches Engagement fördern. Bei der Entwicklung von Rahmenbedingungen gilt der Grundsatz: Bestimmte Pflichtaufgaben einer Körperschaft des öffentlichen Rechts sollen hauptamtlich wahrgenommen werden. Die verbliebenen Aufgaben können von einem Mitglied des Kirchengemeinderates wahrgenommen werden, das dabei von hauptamtlich Mitarbeitenden unterstützt wird.

    Weitere Informationen finden Sie im Blog unter dem Titel "Habemus Zielbild" 

  • add Zukunftsszenarien für unsere kirchlichen Strukturen

    In einem breit angelegten Prozess wurden zwischen März und Oktober 2018 Zukunftsszenarien für unsere Landeskirche entwickelt. Daran beteiligt war das Beratungsunternehmen PwC mit rund 200 Beratertagen und eine Vielzahl Haupt- und Ehrenamtlicher, die sicherlich in der Summe mindestens dieselbe Zeit investiert haben.

    Am 12. Oktober 2018 wurden diese Zukunftsszenarien von PwC präsentiert. Die komplette Präsentation durch Yves Michels (PwC) finden Sie im Video rechts.

    Die Vorstellung der Zukunftsszenarien dauert über eine Stunde. Daher hier eine kleine Kapitelangabe:

    • 3:25 Folie 3 "Gesetzte Bedingungen und Prämissen"
    • 7:00 Folie 4 "Ziele für die Szenarien"
    • 8:35 Folie 5 "Standards als Fundament für gutes Verwaltungshandeln"
    • 15:45 Folie 7 "Die beiden Szenarien"
    • 20:07 Folie 9 "Szenario 1"
    • 34:30 Folie 15 "Szenario 2"
    • 1:06:30 Folie 22 "Auswirkungen der Szenarien auf die formulierten Ziele"
    • 1:09:26 Folie 24 "Bewertung der Szenarien aus verwaltungsorganisatorischer Sicht"
    • 1:09:55 Folie 25 "Entlastung der Pfarrerschaft ist möglich, bedingt aber einen Stellenaufbau an anderer Stelle"
    • 1:11:26 Folie 26 "Empfehlung zugunsten von Szenario 2"
    • 1:12:10 Folie 27 "Wer ist Träger der mittleren Ebene"
  • add Wichtige Grundlagen

    In einem umfassenden Beteiligungsprozess wurden unsere Strukturen analysiert und Vorschläge entwickelt. Hier finden Sie die wichtigsten Ergebnisse:

  • add Erklärvideo: Was ist "Kirchliche Strukturen 2024Plus" (Stand 2018)
  • add Beschlüsse, Vorraussetzungen und Rahmenbedingungen

    • Die 15. Landessynode hat am 28. September 2017 beschlossen, dass das Projekt 2024Plus durchgeführt wird. Dafür wurde eine Projektstelle eingerichtet und es wurde externe Beatung in Auftrag gegeben. Den Beschluss im Wortlaut finden Sie hier.
    • Am 18. Oktober 2019 hat die 15. Landessynode ein Zielbild 2030 und die Pilotierung dieses Zielbildes beschlossen. Der Weg zum Beschluss ging über 3 Phasen:

      • Eine Analyse durch eine externe Agentur, verbunden mit einem breit angelegten öffentlicher Beteiligungsprozess: bis Oktober 2018
      • Eine umfassende Beteiligung der Verbände und Berufsgruppenvertretungen: bis Mai 2019
      • Ein transparenter kirchenpolitischer Prozess bis zur Entscheidung im Oktober 2019
      • Einen Detaillierten Zeitplan finden Sie hier.

    • Die Federführung für das Projekt liegt ab März 2020 im Dezernat 8a des Ev. Oberkirchenrates (Gemeindliches, Organisations-, Aufsichts- und Strukturangelegenheiten, unter enger Einbeziehung der Dezernate 8 (Bauwesen, Gemeindeaufsicht und Immobilienwirtschaft), 5 (Grundsatzangelegenheiten), 3 (Theologische Ausbildung und Pfarrdienst), 7 (Finanzmanagement und Informationstechnologie) und 1 (Theologie).
    • Die relevanten Verbände und Berufsgruppenvertretungen werden kontinuierlich in die Beratung einbezogen.
    • Der Landessynode ist über den von ihm benannten Projektbeirat kontinuierlich und umfassend beteiligt.
  • add Gremien

    Der Projektbeirat:

    Folgende Personen, die von der 15. Evang. Landessynode benannt wurden, bilden den Projektbeirat:

    Die Steuerungsgruppe

    Folgende Personen bilden die Projektsteuerungsgruppe:

    • Die Mitglieder des Projektbeirats (siehe oben)
    • Zwei Dekane: Ulrich Vallon (Sulz) und Timmo Hertneck (Waiblingen)
    • Ein Schuldekan: Frank Eberhardt (Ravensburg)
    • Zwei Pfarrerinnen: Julia Glock (Unterdeufstetten) und Matthias Krack (Leonberg)
    • Zwei VerwaltungsstellenleiterInnen: Cornelia Reinhardt (Böblingen) und Harald Schweikert (Aalen)
    • Zwei Kirchenpflegerinnen: Renate Schwaderer (Kornwestheim) und Sabine Werdehausen (Neckarwestheim/Gemmrigheim)
    • Der Leiter des Rechnungsprüfamts: Benjamin Kruck
    • Aus dem Oberkirchenrat:

      • Direktor Stefan Werner (Vorsitz bis Ende Februar 2020)
      • Christian Schuler (Vorsitz ab März 2020)
      • Prälatin Gabriele Wulz
      • Oberkirchenrat Dr. Michael Frisch
      • Oberkirchenrat Dr. Martin Kastrup
      • Oberkirchenrat Hans-Peter Duncker
      • Oberkirchenrat Wolfgang Traub